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Händehygiene.

Der effektivste Schutz vor Infektionen.

 

Allgemein


1. Wieso ist Händehygiene im Pandemiefall so wichtig?

Eine der wichtigsten und zugleich einfachsten Maßnahmen, um das Risiko einer Infektion zu verringern, ist eine gründliche Handhygiene. Nach Angaben der World Health Organization (WHO) werden bis zu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Das Risiko von Atemwegserkrankungen kann durch Händewaschen z. B. um 45 Prozent gesenkt werden. Regelmäßiges Händewaschen ist daher unverzichtbar bei der persönlichen Gesundheitsvorsorge, ganz besonders nach jedem Toilettengang, vor und nach der Essenszubereitung sowie nach dem Kontakt mit Tieren. Um die große Bedeutung des richtigen Händewaschens zu unterstreichen, hat die WHO sogar einen „Internationalen Tag der Händehygiene“ ins Leben gerufen, der seit 2009 jährlich am 5. Mai stattfindet.

2. Wie werden Hände korrekt gewaschen?

Die richtige Methode beim Händewaschen ist sehr wichtig. Seife allein genügt meist nicht, um Keime zu entfernen. Erst die Kombination von Einseifen, Reiben, Abspülen und Trocknen ist wirksam und auch das abschließende Händetrocknen ist unabdingbar, um Keime signifikant zu reduzieren.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt folgenden Ablauf beim Händewaschen:

1. Hände unter fließendem Wasser anfeuchten
2. Hände gründlich einseifen
3. Nicht vergessen die Seife auf dem Handrücken, den Handgelenken und zwischen den Fingern zu verreiben
4. Unter fließendem Wasser gut abspülen
5. Mit einem Handtuch trocknen, das nur einmal benutzt wird

3. Welche Handtrocknungsmethode empfehlen Hygieniker?

In ihren Empfehlungen betonen Hygieniker vor allem den Aspekt der Einmalnutzung. Besonders im Pandemiefall sollte vermieden werden, dass ein Handtuch an derselben Stelle von verschiedenen Personen berührt wird, um eine Übertragung von Keimen zu vermeiden. Für eine bestimmte Trocknungsmethode sprechen sich Hygieneexperten wie die Wissenschaftler vom RKI oder der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene nicht aus.


Betriebliche Handhygiene


4. Welche Handtrocknungsvorrichtung müssen Betriebe Besuchern und Mitarbeitern bereit stellen?

Die europäische Lebensmittelhygieneverordnung sieht für alle Betriebe, die mit Lebensmitteln umgehen, „Mittel zur hygienischen Handtrocknung vor“ (Anlage II der Verordnung (EG) Nr. 852/2004). Bei der Interpretation dieses Begriffs orientieren sich die Gesundheitsministerien der deutschen Bundesländer erneut an den Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinie. Gesetzlich sind somit verschiedene Trocknungsmethoden erlaubt, auch in hygienisch sensiblen Bereichen.

5. Worauf müssen Betriebe bei der Auswahl des richtigen Handtuchspenders achten?

Werden Stoffhandtuchspender eingesetzt, muss es sich um so genannte „Retraktivspender“ handeln. Diese ziehen das gebrauchte Stück Stoffhandtuch nach der Benutzung automatisch ein. Innerhalb des Geräts wird das benutzte Stück Tuch streng getrennt vom frischen Handtuch aufgerollt. Moderne Geräte verwenden durchweg diese Technik.

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